Corporate design brand guidelines

VORGEHEN ERSTELLUNG CORPORATE DESIGN MANUAL

Janine Bereiter Allgemein, Blog Design

Inputs für dich zum umsetzen: wie kannst du ein "Brand Board" erstellen?

HÄ? BRAND BOARD, DESIGN BOARD, MANUAL...? 

Praxis Definition
Brandboard, Brand Styleguidelines, Corporate Design Manual… viele Begriffe die für ein und dasselbe: Dein praktisches Dokument, in dem Du alle Deine wichtigen Design Entscheidungen wie Farben, Formen, Schriften, Logo, Bilder etc. festhältst.


Zur Ausgangslage

Im Tun-Modus: Produkt – Verkaufen – Logo – Vorlagen – Brandboard

Ziel, raus damit und schnell Geld verdienen mit dem Produkt/Dienstleistung. Dazu werden rasch ein paar Fotos mit dem Handy oder beim Fotografen geschossen oder Bilddatenbanken nach hübschen Stimmungsbildern durchstöbert. Eine Visitenkarte über Canva gedruckt. Die Homepage (Startseite Deiner Webseite) direkt über Elopage oder Leadpages etc. eingerichtet. Über Facebook ein Anzeige geschalten und über ein paar Live Videos auf Social Media zusätzlich für Aufmerksamkeit gesorgt. Ja, das kann funktionieren.

Das Problem im Tun-Modus
Will man über die verschiedenen Kommunikationswege hinweg einheitlich und überzeugend kommunizieren, benötigt es Schlüsselbilder, definierte Schriften, Farben, Formen, Abstände etc. ein Konzept. Sonst wird es ziemlich schnell unübersichtlich und Dein Brand wässrig. Ausserdem benötigst Du immer enorm viel Zeit für das Erstellen von neuen Unterlagen weil es nichts gibt, woran Du Dich festhalten kannst. 


Im Planer-Modus: Planen – Styleguide erstellen – Layout/Logo erstellen – Produkt – Verkaufen

Ziel, zuerst einen professionellen Styleguide und ansprechende Layout Vorlagen und ein perfektes Logo erstellen bevor es an die Öffentlichkeit geht.

Ein Grafiker wird für den Styleguide beauftragt. Ein externer Berater für die Positionierung gesucht. Ein Fotograf engagiert. Lange nach der passenden Location gesucht. 1000 Podcast zum Thema Positionierung, Social Media (– welcher Grafik Stil sollte gewählt werden?) und dem Thema Branding gehört. Und dann, wenn alles sitzt, raus und vom ersten Tag an professionell durchstarten. Ja, auch das kann funktionieren.

Das Problem im Planer-Modus
Es geht unendlich lange, bis Du wirklich zum Verkaufen kommst und kostet Dich bis dahin viel Geld und Zeit. Und Dein wunderschönes Design, fix fertig mit dem perfekten Logo hat keine "Praxis" Erfahrung. Ob es schlussendlich wirklich funktioniert, wird sich erst beim "Sprung in die Öffentlichkeit" zeigen. 


Was ist denn jetzt richtig? wie anfangen? 
🤔 

Von der umsetzung zum Brand board oder von den strategisch erarbeiteten styleguide richtlinien ins tun kommen?

Es gibt nicht schwarz oder weiss, richtig oder falsch 😳

Es kommt darauf an, wie Du Deine Prioritäten setzt. Und natürlich auch, wie viel Zeit und Budget Du hast. Ob Du Dir nebenberuflich oder als Mami nebenher etwas aufbauen möchtest oder darauf angewiesen bist, von Tag 1 an Umsatz zu generieren.

Mein Tipp ist, wähle bei beiden Vorgehensweise eine Misch-Variante.


A: Von der Umsetzung und gleichzeitig zu den Guidelines

Du fängst im "Machen" an, zum Beispiel mit dem Logo. Dann entsteht die Webseite. In der Umsetzung, beim Erstellen arbeitest Du Dich zu Deinem einheitlichen, charakterstarken Corporate Design vor. Alles entsteht direkt dann und dort wo Du es brauchst: Die Bildsprache, die Farbwahl, die Platzierung, die gewählten Kanäle etc. Von Deiner Webseite leitest Du Deine Visitenkarten, Dein Briefpapier usw. ab.

Farbcode, Schrift, Abstände notierst Du Dir zum Beispiel in Microsoft OneNote oder analog auf kleinen Zetteln und pinnst Dir diese an ein Blackboard direkt neben Deinem Computer. Deine Identität festigt sich durch das Design.

Dann fasst Du in einem zentralen Dokument alle Deine Farben, Formen, Bilder… Schriftarten und weiteren wichtigen Corporate Design Elementen zusammen. Ob in Canva, InDesign, Powerpoint, Word… ganz egal! 

Wichtig ist
dass Du schnell und einfach auf dieses Corporate Design Manual zugreifen kannst. Denn es ist Die Basis für alle weiteren Kommunikationsmassnahmen.

B: Vom Corporate Design Manual in die Umsetzung

Du fängst strategisch an. Du überlegst zuerst, wie wo weshalb Du überall präsent sein und sichtbar werden willst. Von der Unternehmensidentität (SWOT Analyse, Mission, Vision, Werte, Positionierung >Leitbild) zum Corporate Design Manual. Aus dem Handbuch werden nachher die einzelnen Umsetzungen angegangen.

Ergänzung
Bereits während der Planung überprüfst Du immer wieder Deine Guidelines auf Ihre Praxis-Tauglichkeit oder führst mit Deiner potenziellen Zielgruppe Testings durch.

Denn es gibt diverse Stolpersteine
Achte zum Beispiel beim Definieren der Schrift(en), dass sie sowohl analog für Flyer aber auch in Word-Dokumenten von Deinen Mitarbeitenden verwendet werden können. Digital für Deine Website aber auch für E-Mail Inhalte sollte eine passende Typo gewählt werden. Auch bei den Farben gilt es zu überprüfen, ob sie sich für Druck und Web gleichermassen eignen. Usw.

Fazit

Egal ob Du es selbst angehst oder mich beauftragst: Ob von A nach B oder umgekehrt. Auch vom Tun-Modus zu Deinem einzigartigen Design (festgehalten im Brand Manual) ist es wichtig, überlegt und strukturiert vorzugehen. Nimm ein Schlüsselelement wie Dein Logo oder etwas umfassender, Deine Website (was ich empfehle) als Ausgangslage. Notiere Dir Deine Farben (# HEX CODE) und Schriften etc. in Deinem Manual. Halte sie griffbereit und baue den restlichen Auftritt darum herum. 

Weiter empfehle ich bei beiden Vorgehensweise eine Misch-Form zu wählen. 

Das Manual kann auch Screenshots, Vorlagen usw. beinhalten. Alles, was Dir den Workflow erleichtert und gleichzeitg für ein konsequent umgesetztes Erscheinungsbild sorgt. 👍

Herzliche Grüsse
Janine


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