CORPORATE design Wiedererkennung

WIEDERERKENNUNGSWERT STEIGERN

Janine Bereiter Allgemein, Blog Corporate Identity, Blog Design

10! Effektive Möglichkeiten

Um den

Wiedererkennungswert Deiner Marke zu steigern

Bedeutung wiedererkennung

Nur wer einen hohen Wiedererkennungswert besitzt, erfährt eine positive Resonanz auf die Positionierung in der Öffentlichkeit (Branding).

  1. Das "Wiedererkennen" trägt massgeblich dazu bei, dass ein Unternehmen, eine Marke, eine Kampagne oder auch eine Person den nötigen Bekanntheitsgrad erhält.
  2. Er sorgt dafür, dass die Zielgruppe einen Unterschied zu Angeboten der Konkurrenz herstellen kann.
  3. Im Bereich Werbung dient der Wiedererkennungseffekt für die Wirkung von Werbemitteln und Werbesprache sowie für die zielgruppenspezifische kognitive Verknüpfung. 

Ein Beispiel ist die Bildsprache, das Layout und Wording einer Kampagne: Achte darauf, dass Du von der E-Mail Signatur, der Landingpage, dem Flyer, dem Social Media Post einheitlich kommunizierst. Mehr dazu erfährst Du im folgenden Beitrag.


1. Finde Deine Stilrichtung und bleibe ihr treu

Entscheide Dich für einen Stil und ziehe es konsequent durch. Inklusive Filter für Bilder, Farben, Formen etc. Als Inspiration darfst Du Dich gerne auch an der Kleider-Mode orientieren: 

  • Vintage/Retro
    Secondhand, Omas gute alte Bluse, Geschichte erzählen. Farben: Je nach Epoche: Gedeckt, verblasst, knallig, Verläufe

  • Bohemian/Boho
    Freiheit, Natur, künstlerisch, luftig und frisch, Hippie. Farben: Nudefarben, gedeckte Farben oder auch erdig, wie orange, khaki und Olive

  • Sportlich
    straffes Layout, bringt energy, kraftvoll, clean, klare Form- und Bildsprache. Farben: farblich klar getrennten Highlights. Schwarz mit etwas Neon. Knallig, bunt, kontrastreich

  • Rockig
    laut und auffallend, selbstbewusst, etwas provozierend, flanell. Kann mit Romantisch und French Chic kombiniert werden. Farben: schwarz, grau, kräftiges Rot -oder Bordeauxrot, dunkles Lila in Uni oder im Karomuster

  • Romantisch
    fenimin, Rüschen und Spitzen, Pünktchen oder Blumen. Farben: Pastellfarben plus evtl. ein dunkles bordeaux rot

  • Verspielt
    Florale Elemente, luftig und leicht. Farben: Pastell plus Signal

  • Casual
    Jeans, T-Shirt und Sneaker 😎 unaufgeregt, grafisch. Farben: weiss, schwarz, grau, Jeans-Blue kombiniert mit sanften Blautönen

  • Streetstyle
    etwas löchrig, ausgefranst, Trends folgend plus eine gute Auswahl an Accessoires wie ausgefallene Grafiken und ungewöhnliche Illustrationen, spezielle Kombinationsmöglichkeiten können stattfinden. Farben: Was gerade passt und angesagt ist

  • Illustrativ
    selbst angefertigte, passgenaue Illustrationen, farbige Flächen, starker Fokus auf Bildsprache, künstlerisch. Farben: eher bunt, knallig, viele Farben

  • Abstrakt
    reduzierte Formen, künstlerisch, gross, flächig, klare Positionierung: Gefällt oder gefällt nicht. Farben: kräftig, wenige Farben

  • French Chic
    elegant, hochwertig, zeitlos, weiblich, natürlich und selbstbewusst. Farben: creme, schwarz und weiss mit knalligem roten Lippenstift

  • Poppig
    lebensfroh, auffällig, beissende Farben passend kombiniert, Obst/Blumen-Muster und Glitzer. Farben: Bunt und fröhlich (Orange, Senfgelb, Rot, Grün, Königsblau und Türkis) bis zum "Color Blocking" (Entgegengesetzt: Grün mit Blau oder Rot und Gelb oder Pink mit Orange)
Farbkreis

2. Halte Dein Design einfach: Keep it simple

Halte Dein Logodesign, Deinen Claim und Deinen Firmennamen so einfach wie möglich. Warum? Je einfacher, desto einprägsamer (und halte es unbedingt irgendwo fest, zum Beispiel in Deinen Brand Guidelines

Verzichte auf Schnickschnack der vom Wesentlichen ablenkt. Damit meine ich nicht Deko-Elemente und Bilder, die für eine ganz besondere, erwünschte Stimmung sorgen (Beispiel Blumen-Illustrationen oder passgenaue Icons wie Downloadzeichen u.Ä. 

Überprüfe am Besten immer noch einmal vor Veröffentlichung/GZD Deiner erstellten Kommunikationsmittel oder auch der neuen Landingpage für eine Kampagne auf "zu viel des Guten" und lösche da und dort wieder etwas raus, dass den Lesefluss stört oder von Deinem Angebot ablenkt. (Damit meine ich auch Füllwörter wie: Ich wollte noch sagen, ich dachte mir mal, ein bisschen etc.)


3. Keep it simple auch bei Deinem Firmen- und/oder Produktnamen

Lange Namen, Buchstabenfolgen (als Abkürzung) und allzu abstraktes kann sich keiner merken. Auch sollte der Firmen-Name vielseitig einsetzbar sein, ob auf einer Visitenkarte oder der Website. Weiter erleichtert ein knackiger, prägnanter Name das Wiedererkennen.

Häufig wird der Firmenname direkt in ein Logo integriert. Darunter kannst Du dann auch einen kurzen Claim (mit einem Claim wird dem Kunden ein Eindruck von der Marke vermittelt und diese gegenüber dem Wettbewerb positioniert) setzen. Was ich Dir nicht als Personenmarke nicht empfehlen würde ist, für Deine Produkte ein eigenes Logo zu entwerfen. Was funktioniert ist zum Beispiel eine bestimmte Farbe oder ein spezieller Schriftzug.  

Ein guter Name sagt etwas Zweck/Inhalt/Angebot aus und kann mit Deinem Unternehmen, Produkt oder Deiner Dienstleistung assoziiert werden. Dadurch bleibt er länger im Gedächtnis

Wie kreativ darf es sein?
Solange die Botschaft klar rüberkommt, darfst Du ruhig etwas kreativ sein. Dass hilft Dir, um Dich von der Konkurrenz abzusetzen. Ich empfehle Dir aber da umbedingt darauf zu achten, dass der Name gut aussprechbar ist und in der jeweiligen Landessprache Deiner Zielgruppe gut funktioniert. Und nicht zu Missverständnissen führt.


4. Logo: Wie kannst Du mit diesem kleinen Symbol den Wiedererkennungswert Deiner Marke steigern?

Ein Logo ist ein wichtiges Element für Dein Branding. Es gibt nicht die eine richtige Möglichkeit, wie es umgesetzt werden kann. Es kann sich aus einer Verbindung von Text, Bild, Grafik oder Anfangsbuchstaben einzelner Wörter (Akronym) zusammensetzen. Ziel Deines Markenlogos sollte es sein, durch einen hohen Wiedererkennungswert plus einer gewünschten Assoziation Deine Marke (Dich als Personalbrand oder Dein Produkt) im Bewusstsein der Kunden fest zu verankern.

Wie kann eine solche Verankerung gefördert werden?
Für Deine potenziellen Kunden/Klienten muss eine kognitive Verbindung zwischen Deinem Logo und Deiner Marke geschaffen werden. Zum Beispiel in Form eines Bildes/Grafik oder Illustration als Symbol zusammen mit einem einprägsamen Firmennamen als Wort ausgeschrieben.

Einsatz von Schriften und Farben
Neben dem Einsatz von den Symbolen kannst Du zusätzlich mit Farben und ungewöhnlichen oder speziell für Deinen Zweck designten Schriftarten assoziative Kontexte erzeugen und Verbindungen mit den gewünschten Emotionen aufbauen. Aber Achtung: Die Farbwirkung ist wie auch die Sprache unterschiedlich je nach Land, Kulturraum und Person. Schwarz, Rot, Grün können sehr abweichende Wirkungen erzeugen und das gewünschte Ergebnis stark beeinflussen.

Auch hier gilt: Keep it simple
Einfache Bilder, Formen oder Grafiken kann unser Gehirn schneller erfassen. Ein einfaches (was nicht heisst, dass das einfach umzusetzen ist 😅 ) und auf das Wesentliche reduzierte, minimalistisch gestaltetes Markenzeichen kann skalierbar, leichter für die unterschiedlichen Einsatzzwecke (Messelogo, Website, E-Mail Signatur, Flyer, Visitenkarte…) angepasst werden.

Inspiriere Dich an bekannten Marken
Wie sind diese Logos aufgebaut? Wie erhalten sie Ihre einprägsame Aussenwirkung? 

Logo-Arten

5. Achte auf einen einheitlichen und für Dich authentischen Wortlaut (Wording) der auch Deine Zielgruppe abholt

Sie, euch, Euch, du oder Du? Wen möchtest Du wie ansprechen? In welcher Sprache in welcher Tonalität?

Tonalität
"Tonalität ist in der Musik ein System hierarchischer Tonhöhenbeziehungen, die auf einen Grundton (als „Zentrum“ einer Tonleiter) beziehungsweise eine Tonika (Zentrum einer Tonart) bezogen sind."- Wikipedia

Hä? Was hat Musik mit Wiedererkennung zu tun?
Der "Klang" kann natürlich nicht nur über Töne, sondern auch durch die Sprache und bestimmte Wortwahl hervorgerufen werden. Diese bewusst gewählte Tonalität gibt Dir, Deinem Unternehmen eine bestimmte Identität und verleiht Deinem Brand Klang. Über Social Media vermittelt sie Deinen Fans und Followern, wer Du bist und was sie bei Dir erwarten können.

Bleibe authentisch
Sprich Deine Zielgruppe in Ihrer "Sprache gezielt an… aber bitte, verbiege Dich nicht dabei! Bist Du eine eher zurückhaltende höfliche Person, dann fang nicht plötzlich auf Social Media an mit: Hey was steht? Was geht an? etc. Auch wenn Du jemanden Deinen Newsletter schreiben lässt, briefe denjenigen genau was Deine Wörter und Dein Stil sind. Das muss zu Dir und dem restlichen Unternehmensauftritt passen und in sich stimmig sein. Um glaubwürdig zu wirken und für Wiedererkennung zu Dir zu sorgen. 


6. Bildsprache: Denn ja, Bilder sagen mehr als 1000 Worte

  • Wähle einprägsame und aussagekräftige Schlüsselbilder
    Die keine Stockfotos und auch auf den Seiten Deiner Konkurrenz anzutreffen sind
  • Wähle eine klare Bildsprache und ziehe diese konsequent durch (verwende immer die gleichen Filter, Look and Feel)
  • Auch bei Illustrationen: Achte auf einen bestimmten Stil und ziehe es durch. Zum Beispiel vom gleichen Künstler, in der selben Herstellungsweise wie Aquarellzeichnungen, Pinselstrich Elemente (Dicke, Form und Eigenschaften) etc. 
  • Platziere die Bilder durchgängig auf der gesamten Kundenreise

7. Definiere Deine Zielgruppe und sprich konsequent (nur) sie an

Erst wenn Du Dich klar für eine bestimmte Zielgruppe positioniert hast, kannst Du eindeutig festlegen, wie Du wahrgenommen werden willst und welche Farben, Formen, Grafiken und Wording Deine Interessenten anspricht.

  • Beruf
  • Wohnort
  • Einkommen
  • Familiäre Situation
  • Lebensstil
  • Interessen
  • Typische Charaktereigenschaften
  • Kaufverhalten…

Dank einer konsequenten, zielgruppengerichteten Ansprache sorgst Du auch hier für Wiedererkennung.


8. Positioniere Dich und Dein Unternehmen eindeutig

Deine super geschärfte Markenpositionierung ist die Grundlage für ein einprägsames Aussenbild mit Wiedererkennung: Mission, Vision und Werte.

Lege fest, welche übergeordneten langfristigen Ziele Du mit Deinen Kunden erreichen willst, welchen Nutzen Du für Sie schaffst und welche Werte Du lebst. Welche Botschaft soll Deine Marke mit transportieren? 

Nur mit einer genauen Positionierung in Deiner Nische kannst Du Deine Zielgruppe auch gezielt ansprechen, stringent kommunizieren und so für Wiedererkennung sorgen.


9. Sorge für Einheitlichkeit

Stetig gleichbleibende Elemente wie die Farben, das Logo, das Wording, Deine charakteristische Bildsprache und Deine Gestaltungselemente tragen dazu bei, dass Du es Deinem Wunschkunde einfacher machst, wenn er Interesse an Deinem Produkt/Dienstleistung zeigt.

  • Du unterstützt ihn in seinem (Kauf-) Prozess, indem er dank Deinem klaren Branding weiss, nach welchen Merkmalen er Ausschau halten muss um Dich zu finden, wo er klicken und kaufen kan
  • Dank einem konsequent und einheitlich durchgezogenen Unternehmensauftritt wirst Du von Deinem Konsumenten auf einen Blick identifiziert
  • Abweichungen in Farbe, Logo und Schriftart können ihn irritieren und das Wiedererkennen wird erschwert

Um keine "Verwässerung" in Dein Brand Design zu bringen und für eine klare Orientierung und den berühmten Wiedererkennungseffekt zu sorgen, solltest Du einen Marken-Styleguide (Corporate Design Manual / Brand Board) erstellen. Darin hältst Du alle wichtigen Merkmale und "Regeln" Deines visuellen Auftritts fest. Dieser Guide hilft Dir beim konsequenten Einhalten Deiner Stilelemente bei der Produktion neuer Produkte und Marketing-Hilfsmittel


10. Mache Deine Marke auf unterschiedlichen Kanälen sichtbar

Um den Wiedererkennungswert zu erhöhen brauchst Du… (Trommelwirbel) Sichtbarkeit!

  • Gezieltes Bespielen von Social Media Kanälen (dort wo sich Deine Zielgruppe aufhält)
  • Strategischer Marketing-Mix
  • Einer Website mit einem gut eingerichteten Funnel (vor und nach dem Website Besuch)

Fazit
Mit einem eindeutigen Image, das in der Öffentlichkeit über Social Media etc. stringent kommuniziert wird, kann der Wiedererkennungswert Deines Unternehmens zuverlässig gesteigert und nachhaltig gewünschte Assoziationen verankert werden.


Schluss-Fazit für dich

Erstelle Dir ein solides Fundament an Farben, Formen, Bildsprache etc. und erarbeite Dir eine klare Positionierung. Kommuniziere anschliessend Dank Deinem verfassten Marken-Styleguide einheitlich und stringent. Wähle einen Stil und ziehe es durch. Halte Deine Designs, Dein Firmen und Deine Produktnamen so einfach wie möglich. 🌸 Aber bitte, bleibe Dir treu! Denn nur wenn Du authentisch bleibst, kannst Du wiedererkannt werden!

Herzliche Grüsse
Janine


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